Mit der Dresdnerin Dr. Cornelia Ernst ist am Mittwoch, den 14. Mai, eine Europaparlamentarierin im Kreisgebiet zu Gast, die auch nach den Wahlen am 25. Mai diesem Gremium aller Voraussicht nach erneut angehören wird. Für die LINKE arbeitet sie dort im Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres. “Für mich ist dies eine zentrale Schaltstelle, um an der notwendigen weiteren Demokratisierung der Europäischen Union mitzuwirken”, so die frühere Landesvorsitzende der LINKEN in Sachsen.

“Unsere Fraktion versteht sich traditionell als den Bürgerrechten und ihrer Ausgestaltung besonders verpflichtet.” Wie es damit vor Ort konkret aussieht, soll bei einem Besuch im Flüchtlingsheim in Bahren am Vormittag untersucht werden. Ernst betont, dass sie den Vorstoß der Kreistagsfraktion der LINKEN zu einer verbesserten sozialen Betreuung der Geflüchteten für eine wichtige Initiative halte. “Es ist natürlich bedauerlich, wenn solche Anträge abgeschmettert werden. Es ist auch im Sinne der Konfliktvermeidung unverzichtbar, dass diese Arbeit, die ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Wissen erfordert, professionalisiert wird. Man darf sich nicht einbilden, dass alles ehrenamtlich erledigt werden kann.”

Ab 14 Uhr ist Dr. Cornelia Ernst dann im Botanischen Garten in Großpösna zu Gast. “Natürlich”, so Ernst, “informieren wir uns auch vor Ort, auf welche Weise Projekte ausgestaltet worden sind, für die Fördermittel der EU geflossen sind.”

Zum Abschluss des Tages wird sie in einer öffentlichen Veranstaltung im “Rosengarten” in Naunhof, Nordstr. 22, ab 18.30 sich auch den kritischen Fragen der Bürger stellen. Der Abend steht unter der Überschrift “Zwischen Fördermitteln und Ukraine-Krise — Welche Möglichkeiten hat das EU-Parlament?”. “Natürlich weiß ich”, erklärt Cornelia Ernst, “dass die EU vielen Menschen als bürokratisches Monster mit Regulierungswut erscheint. Ich will gar nicht bestreiten, dass es viel zu kritisieren gibt. Aber durch meine Arbeit weiß ich auch ganz genau, dass in der europäischen Einigung Chancen liegen, die nicht ungenutzt bleiben dürfen.”


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