„Man könnte meinen, wir seien sehr weit in Sachen Gleichberechtigung der Geschlechter gekommen, wenn man die aktuelle Debatte um die Quotierung bei Vorstandsposten geht“, kommentiert die Grimmaer Landtagsabgeordnete der LINKEN, Kerstin Köditz. „Das betrifft allerdings nur sehr wenige Frauen und auch nur in wenigen Konzernen. Aber alle berufstätigen Frauen müssen noch immer damit leben, dass sie für die gleiche Arbeit durchschnittlich 25 Prozent weniger Lohn erhalten als ihre männlichen Kollegen.“ Für sie sei somit klar, dass der 8. März als internationaler Frauentag nicht zu einer Art „alternativem Muttertag“ oder gar der Entsprechung zum „Herrentag“ – in diesem Fall mit Männerstrip – werden dürfe.

Am Samstag, den 8. März, findet deshalb zum Internationalen Frauentag ab 16 Uhr eine Veranstaltung der LINKEN im Bürgerbüro von Kerstin Köditz in der Malzhausgasse 6a in Grimma statt.

„Natürlich sind alle Frauen betroffen“, so Kerstin Köditz, „wenn gegenwärtig in Teilen der Politik daran gearbeitet wird, die traditionelle Frauenrolle wieder zum vorherrschenden Bild zu machen.“ Dem entspräche die Propaganda für ein überholtes Familienbild, in dem die Frau vorwiegend als Mutter gesehen werde. „Wenn heute von rechtsaußen ein Familienwahlrecht gefordert wird“, kritisiert Köditz, „dann wird dabei bewusst ignoriert, dass eine solche Forderung tendenziell grundgesetzwidrig ist.“ Interessierte Frauen seien zu der Veranstaltung herzlich eingeladen.


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