In diesem Monat feiert ein Verlag Geburtstag. Ein Verlag, der mir am Herzen liegt. Ein Verlag, der sich – welch Ausnahme am Buchmarkt! – in den letzten Jahren ökonomisch positiv entwickelt hat. Literarisch sowieso. Ein Verlag mit Sitz in Berlin und mit einem seltsamen Namen: Verbrecher-Verlag.

Er wird 18. Dazu herzlichen Glückwunsch. Glückwunsch nicht nur, weil ich mein Buch „Und morgen?“ dort veröffentlicht habe, sondern weil dieser Verlag sich wichtigen Schriftstellern wie Dietmar Dath schon zu einer Zeit angenommen hatte, als diese noch nicht Dauergast im Feuilleton waren. Weil dieser Verlag dafür sorgt, dass Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Irmtraud Morgner und Gisela Elsner, Erich Mühsam und Christian Geissler nicht vergessen werden. Weil es sich um einen Verlag handelt, der das wirtschaftliche Risiko nicht scheut, noch unbekannte Autorinnen und Autoren zu verlegen.

Der Verbrecher-Verlag: das ist vor allem Jörg Sundermeier, der schon mehrfach in Grimma bei Veranstaltungen zu Gast war. Auf Einladung des DGB-Kreisverbandes las er aus Büchern von Schriftstellern, deren Werke von den Nazis verbrannt wurden und die selbst ins Exil gedrängt worden sind. Beim „Tag der Sachsen“ war er Gast am Stand der LINKEN. Lieber Jörg, dir und dem Team des Verbrecher-Verlages weiter viel Erfolg! Und noch möglichst viele Bücher, die für die Lesenden bei der Lektüre wichtig werden!

Ich möchte an dieser Stelle noch ein Buch empfehlen, eine Neuauflage, die sich im aktuellen Verlagsprogramm findet und für die ich besonders dankbar bin. Es handelt sich um Christian Geisslers Band „Wird Zeit, dass wir leben. Geschichte einer exemplarischen Aktion“. Kaufen! Unbedingt!

Zur Website des Verbrecher-Verlag


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