Kandidatin der LINKEN erhält 47,7 Prozent bei Bürgermeisterwahl auf Helgoland

Alles Sektierer bei der LINKEN im Westen. So tönen die einen. Die haben gut reden, denn die kommen doch gar nicht erst in die Verlegenheit Verantwortung tragen zu müssen. So wissen es die nächsten. Erfolg hat man nur dann, wenn man sich an die bitteren Realitäten anpasst. Erklären andere.
Das passt kaum zum Ergebnis der Bürgermeisterwahl auf der Insel Helgoland. Helgoland: Bei der Kommunalwahl 2008 erhielt DIE LINKE 16,1 Prozent und 2 Sitze. Das beste Ergebnis in ganz Schleswig-Holstein. Im ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl Anfang September holte unsere Kandidatin Felicitas Weck mehr als 30 Prozent der Stimmen. Auch das ein herausragendes Ergebnis. Zur notwendigen trat sie gegen den Kandidaten einer Einheitsfront an. CDU, SPD, FDP und eine lokale Wählergemeinschaft hatten einen LINKEN-Verhinderungspakt geschlossen. Ihr Kandidat setzte sich bei der Stichwahl am 26. September letztlich auch durch. Erwartungsgemäß, könnte man sagen. Aber: ganze 43 Stimmen betrug am Ende sein Vorsprung vor der profilierten Expertin für Kommunalpolitik Felicitas Weck. Und das bei einer Wahlbeteiligung von rund 75 Prozent.
Diesmal hat es also noch nicht gelangt für die erste linke Bürgermeisterin in den alten Bundesländern. Aber – so scheint es – auch das ist nur eine Frage der Zeit. Einen Glückwunsch von Ost nach West ist das auf jeden Fall wert.


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