Ich heiße Kerstin Köditz und bin Landtagsabgeordnete der LINKEN in Sachsen. In Dresden bin ich Sprecherin unserer Fraktion für antifaschistische Politik. Allerdings bin ich nicht täglich in Dresden, sondern arbeite meist in meinem Grimmaer BürgerInnenbüro. Dort bereite ich die Sitzungen im Landtag und andere Termine vor, führe Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern und organisiere Veranstaltungen, um für die Bevölkerung Politik wieder schmackhaft und transparent zu machen.

Geboren wurde ich am 14. März 1967 in Leipzig. Dort bin ich in der Nähe des Zentralstadions aufgewachsen. Meine Mutter war Krankenschwester, mein Vater Dreher. Ich habe noch zwei ältere Brüder. POS in Leipzig-Mitte und Grünau, dann Thomas-EOS. Beginn eines Mathematik-Studiums an der Karl-Marx-Universität in Leipzig. Abbruch des Studiums, zwischenzeitlich hauptamtlich in der Kreisleitung Leipzig-West der FDJ. Mein zweites Studium hieß damals Marxismus-Leninismus. Nach der “Wende” 1989 setzte ich es als Hauptfach Philosophie mit den Nebenfächern Soziologie sowie Neuere und Neueste Geschichte fort. Abschluss als Magistra Artium mit einer Arbeit über Michel Foucault.

1989 Eintritt in die SED. Ich wollte den Sozialismus, allerdings einen anderen, besseren Sozialismus. Einen demokratischen Sozialismus. Mit tausenden anderen, darunter auch zahlreiche Mitglieder der SED, marschierte ich bei den Montagsdemonstrationen um den Ring. Als Heldin fühle ich mich deshalb allerdings nicht. Nach der “Wende” wurde ich Mitglied der PDS. Deren Landesvorstand gehörte ich zwölf Jahre lang an. Zeitweilig war ich, als engagiertes Mitglied der feministischen Frauenarbeitsgemeinschaft LISA, gleichstellungspolitische Sprecherin des Landesverbandes. Heute gehöre ich der Bundesarbeitsgemeinschaft “Antifaschismus” der LINKEN an. In Sachsen bin ich eine der drei Sprecher_Innen der Landesarbeitsgemeinschaft Antifaschistische Politik.

1997 wurde ich Kreisvorsitzende der PDS im Muldentalkreis. Für mich als Großstadtkind war die politische Arbeit im ländlichen Raum eine neue Erfahrung. 2000 entschloss ich mich, meinen Wohnsitz nach Grimma zu verlegen, das mir inzwischen zur Heimat geworden ist. Kreisvorsitzende bin ich nicht mehr. Meine Partei heißt inzwischen DIE LINKE und der Kreisverband Westsachsen. So nennen wir uns seit dem Zusammenschluss der früheren Kreisverbände Muldentalkreis und Leipziger Land. Seit 2004 mischte ich mich auch aktiv in die Kommunalpolitik ein und gehörte dem Kreistag an. Dort lag das Schwergewicht meiner Arbeit im Sozialausschuss. 2012 verließ ich den Kreistag, weil die Arbeit im Landtagsuntersuchungsausschuss „Neonazistische Terrornetzwerke“ sehr viel von meiner Kraft bindet.

Seit Ende 1994 war ich Mitarbeiterin einer Landtagsabgeordneten. Im September 2001 rückte ich selbst in den Landtag nach. Dort war ich gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion und im Petitionsausschuss tätig, zeitweilig als Obfrau meiner Partei. 2004 wurde ich erneut in den Landtag gewählt. Danach war ich zusätzlich zum Petitionsausschuss auch Mitglied des Innenausschusses und Sprecherin für antifaschistische Politik. Außerdem war ich bis zu Beendigung ihrer Arbeit 2009 stellvertretende Vorsitzende der Enquetekommission “Demographische Entwicklung” im Landtag. Nach dem erneuten Einzug in den Landtag im August 2009 bin ich Obfrau der LINKEN im Innenausschuss und wurde Mitglied des Kuratoriums der Landeszentrale für politische Bildung. 2010 wählte mich der Landtag in die Parlamentarische Kontrollkommission, das Gremium, das die Arbeit des Landesamtes für Verfassungsschutz überwachen soll. Einige Jahre gehörte ich dem Anstaltsbeirat der Jugendstrafanstalt in Regis-Breitingen an, eine Tätigkeit, die mir sehr am Herzen lag.

Als ich nach Grimma zog, war ich noch glückliche Single. Seit mehreren Jahren lebe ich glücklich in Partnerschaft. Drei Katzen (genauer: zwei Kater und eine Katze), allesamt aus dem Tierheim, leben mit uns in unserer Wohnung. Im Sommer ist fester Bestandteil der Erholung das Minigolf-Spiel. Leider jedoch viel zu selten. In der Wohnung spielt Musik eine wichtige Rolle. Jazz und House sind die bevorzugten Stilrichtungen. Entspannung finde ich bei Spannung. Krimis, vorwiegend aus Skandinavien, sowie Fantasy-Romane sind dafür unverzichtbar. Der Sommerurlaub führt uns immer wieder nach Frankreich. Wärme, französisches Essen und französische Lebensart bieten Genuss pur. Und wenn wir Glück haben, ist dabei auch noch ein Abstecher zur Tour de France möglich.

Mehr möchte ich über mein Privatleben nicht erzählen. Wenn Sie aber mehr über meine Arbeit und meine politische Ziele wissen wollen, dann rufen Sie einfach an, schreiben Sie eine Email oder vereinbaren einen Termin. Neue Mitstreiter für eine solidarische Gesellschaft sind stets willkommen.