Grimmas LINKE wird, wie bereits seit längerer Zeit verabredet, keinen eigenen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in der großen Kreisstadt stellen. „Das heißt selbstverständlich nicht, dass wir keine Meinung zur weiteren Zukunft der Stadt haben“, so die Ortsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz. Sie verwies darauf, dass eine Reihe zukunftsträchtiger Initiativen, so die Stadtwerke, von ihrer Stadtratsfraktion initiiert wurden.

Fraktionsvorsitzender Jörg Diecke verwies darauf, dass dabei stets eine faire und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem amtierenden Oberbürgermeister Matthias Berger die Regel gewesen sei. Dass es über die konkrete Ausgestaltung der Kommunalpolitik gelegentlich auch zu Differenzen komme, sei normal. So sei die Ablehnung der LINKEN für die geplante Umgestaltung des Volkshausplatzes bekannt. „Wir haben sowohl Matthias Berger als auch seinen Gegenkandidaten Ingo Runge von der SPD in der Fraktion zu Gast gehabt“, erläuterte Köditz. Runge habe die Anwesenden nicht überzeugen können. „Außerdem grenzten seine damaligen Pläne, sich als angeblich unabhängiger Kandidat präsentieren zu wollen, obwohl er Kreisvorsitzender seiner Partei ist, an Etikettenschwindel.“

Eine Unterstützung des CDU-Kandidaten sei ohnehin nie in Betracht gekommen. „Es scheint bei der CDU inzwischen Mode zu werden, sich Bewerber außerhalb der eigenen Reihen zu suchen, sie aufzustellen, in die Partei aufzunehmen und dann gleich zu Vorsitzenden zu machen.“ Dies unterstreiche, dass es der CDU nicht nur an inhaltlichen, sondern auch an personellen Alternativen mangele. „Wir gehen davon aus“, meinte der ehemalige Stadtrat Peter Müller, „dass wir Matthias Berger auch die nächsten sieben Jahre kritisch und konstruktiv begleiten werden.“ Er verwies darauf, dass mit dem Stadtoberhaupt ein regelmäßiger Meinungsaustausch vereinbart worden sei. „Das ermöglicht es beiden Seiten, Meinungsunterschiede bereits frühzeitig anzusprechen und nach Kompromissen im Interesse der Stadt zu suchen.“

Diesen Weg wolle die LINKE auch künftig in der Kommunalpolitik gehen. „Für uns ist wichtig, dass positive Initiativen für die Bürgerinnen und Bürger erfolgen.“


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