Zum Skandal-Vortrag des Leipziger Professors Dr. Dr. Knut Löschke bei der Hayek-Gesellschaft an der Universität Passau erklärt die Abgeordnete Dr. Jana Pinka, Sprecherin für Umwelt- und Technologiepolitik:

Selbstverständlich dürfen Wissenschaftler im Sinne der Wissenschaftsfreiheit auch offenkundigen Blödsinn von sich geben. Sie dürfen dies auch unbestritten vor rechtslastigen Gruppierungen wie der Hayek-Gesellschaft tun. Es gibt dabei allerdings Grenzen. Diese Grenze hat der Leipziger Professor Dr. Dr. Knut Löschke, Mitglied des Innovationsrats der Staatsregierung, bei seinem Vortrag am 20. Januar in Passau unserer Meinung nach eindeutig überschritten.
Prof. Löschke versuchte dort, den Klimawandel als „Propaganda“ zu entlarven. Die „Klimapropaganda“ würde dazu genutzt, die Bevölkerung gezielt zu manipulieren. Schon in der Schule würde Kindern die „Merkel’sche Ideologie“ eingeimpft, um Angst vor einer Bedrohung durch die Klimakatastrophe zu verbreiten. Diese Aussagen sind wissenschaftlich bestenfalls fragwürdig, aber zweifelsfrei die Privatangelegenheit von Herrn Löschke.

Die Abgeordnete Kerstin Köditz, Sprecherin für antifaschistische Politik, ergänzt:

Untragbar für eine öffentliche Funktion wird Löschke allerdings, wenn er in einer Veranstaltung per Bild die UN-Klimakonferenz in eine Reihe mit faschistischen Aufmärschen stellt und so abzuwerten und als totalitär darzustellen versucht. Wir fordern deshalb Wirtschaftsminister Morlok dringend auf, Prof. Löschke unverzüglich aus dem Innovationsrat der Staatsregierung abzuberufen. Anderenfalls nähme dieses wichtige Gremium selbst Schaden. Den Universitäten Leipzig und Dresden legen wir nahe, sich von einer wissenschaftlich fragwürdigen und politisch skandalösen Person wie Prof. Löschke zu distanzieren.


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