Kritik an Kürzungen (LVZ MTL, 12.03.2010)
Mrz 13th, 2010 | Von dermarsl | Kategorie: Landkreis LeipzigGrüne und Linke wettern gegen Staatsregierung
Landkreis Leipzig (hei). Landtagsabgeordnete von Grünen und Linken aus dem Landkreis reagierten mit scharfer Kritik auf die Kürzungen der Staatsregierung im Bereich der Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit.
“Angestellte in der Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit arbeiten heute schon häufig in prekären Beschäftigungsverhältnissen und an der Belastungsgrenze”, erklärte Grünen-Politiker Miro Jennerjahn (Wurzen). “Kürzungen in diesem Bereich sprengen den Rahmen des Vertretbaren bei weitem, Träger der Kinder- und Jugendhilfe und in anderen sozialen Bereichen stehen vor dem Aus. Das ist ein Schaden, der nicht zu reparieren sein wird. Einsparungen von heute dürfen keine Mehrkosten morgen verursachen.” Die Äußerungen von CDU-Landtagsabgeordneten aus dem Kreis in der LVZ zu dem Thema kommentierte er mit den Worten: “Frau Dietzschold und Herr von Breitenbuch sollten das Spalierstehen zur Kürzungsentscheidung der Staatsregierung beenden.”
“Die Rechtfertigungen der CDU-Abgeordneten sind ein vorgezogener Aprilscherz”, schlugen die Linken in die gleiche Kerbe. Die Abgeordneten von CDU und FDP müssten sich Verantwortungslosigkeit vorwerfen lassen, sagte Heike Werner. “Jugendhilfe kann man nicht nach jeweiliger Kassenlage erhöhen oder streichen”, ergänzte die Landtagsabgeordnete aus Markkleeberg, “Jugendhilfe braucht Kontinuität und Verlässlichkeit. Wer meint, in Zeiten geringerer Steuereinnahmen müsse man zuallererst rund vier Millionen Euro in diesem Bereich kürzen, der zerstört alles, was in der Jugendhilfe in den letzten Jahren aufgebaut wurde. Im Angesicht der Kürzungen sehen viele Träger sich nun in ihrer Existenz gefährdet.”
Die Grimmaer Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz reagierte mit Empörung: “Während vor dem Landtag tausende Menschen sich gegen die Pläne der Regierung aussprechen, stimmen CDU und FDP ohne mit der Wimper zu zucken für die Streichung der Zukunft — denn wer bei der Jugend kürzt, setzt die Zukunft aufs Spiel.”






