Lesung gegen Rechts gut besucht (Lübecker Nachrichten, 23.09.09)

Okt 8th, 2009 | Von dermarsl | Kategorie: Medienecho

Zu der von den LINKEN organisierten Lesung mit Kerstin Köditz, die aus ihrem Buch „Und morgen? Extreme Rechte in Sachsen“ vortrug, kamen am vergangenen Montag über 30 Personen, darunter viele junge Menschen.


von links: Silke Mahrt (DIE LINKE.Kreisverband Stormarn), Antje Jansen (Spitzenkandidatin für die Landtagswahl), Kerstin Köditz, Cornelia Möhring (Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl)

Die anschließende Diskussion zeigte deutlich, auch hier in Stormarn ist die rechte Szene aktiv. Dies zeigte auch der Angriff auf das Autonome Jugendzentrum Bargteheide. Kerstin Köditz zog Parallelen zur sächsischen Landtagswahl: Auch hier gab es in den letzten zwei Wochen vor der Wahl vermehrt Übergriffe durch die rechte Szene. Kerstin Köditz rief dazu auf, dass Thema „Antifaschismus“ nicht nur im Wahlkampf oder nach Übergriffen zu thematisieren. „Gemeinsam gegen Nazis“ ist eine Aufgabe aller demokratischen Parteien, eine Aufgabe der Verwaltungen und der zivilen Organisationen. „Wir müssen der rechten Gesinnung entgegengetreten, immer und überall. Auf der Straße, in den Vereinen, in den Schulen. Denn Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen“, so Kerstin Köditz.

Fast zu kurz kam am Ende die Vorstellung der Spitzenkandidatinnen der LINKEN. Cornelia Möhring, schleswig-holsteinische Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, betonte noch einmal: „Nur die LINKE macht einen glaubwürdigen Wahlkampf, denn alles, was wir jetzt fordern, haben wir auch in den letzten Jahren gefordert: Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns, Erhöhung von Hartz IV, Raus aus Afghanistan.“

Gemeinsam mit der Spitzenkandidatin für die Landtagswahl Antje Jansen wies sie auf die notwendige Zusammenarbeit von außerparlamentarischen Bewegungen und Partei hin. „Ohne die Bewegungen können wir keine Politik für die Bürgerinnen und Bürger machen, doch ohne uns haben die Bewegungen auch keine Stimme im Parlament“, so Cornelia Möhring. Das griff auch der Direktkandidat für die Landtagswahl Hendrik Holtz noch einmal auf: „Antifaschismus muss als Staatsziel in die Landesverfassung aufgenommen werden“, forderte er und bekam dafür sehr viel Zustimmung von den anwesenden Antifaschisten.

Als eines der Schwerpunkte in der Landespolitik erläuterte Antje Jansen das Projekt einer kostenfreien Bildung von der Krippe bis zum Studium. „Wir müssen in die Bildung investieren und wir brauchen Chancengleichheit für alle Kinder. Bildung darf kein Privileg der Reichen werden“, so Jansen, die auch auf die steigende Kinderarmut in Schleswig-Holstein hinwies.

Am Ende der über dreistündigen Veranstaltung waren sich alle einig: Es war eine gelungene Veranstaltung mit einer breiten und sachlichen Diskussion.


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