Veranstaltung der LINKEN in Colditz: „Vernunft statt angeblicher Gesetzestreue in der Bildungspolitik“
Aug 13th, 2009 | Von dermarsl | Kategorie: Landtag„Wir haben zwar unsere Veranstaltung in Colditz zur Schul- und Bildungspolitik in Sachsen längst geplant bevor der behördliche Irrsinn bezüglich der Sophienschule für Aufregung gesorgt hat“, erklärt die Grimmaer Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz, „aber genau dieser Fall zeigt doch deutlich, dass in der sächsischen Bildungspolitik gegen den gesunden Menschenverstand und jegliche Vernunft gehandelt wird.“ Man lebe schließlich nicht in einem Obrigkeitsstaat, in dem man von den Betroffenen einfach „Gesetzestreue“ einfordern könne, wenn diese auf ihrem verfassungsmäßigen Recht auf freie Schulwahl beharren. „Wenn in Colditz jetzt zu viele Schüler für eine Klasse sind und zu wenige für zwei Klassen, bedeutet dies nichts anderes, als dass offenkundig eine Gesetzeslücke besteht.“ Sie könne jedenfalls die Befürchtungen vor Ort verstehen, dass „auf kaltem Wege“ die Schließung einer weiteren Schule vorbereitet werde. Immer wieder würden auf diese Weise Eltern, Schüler und nicht zuletzt Lehrer verunsichert. „Es besteht doch die Gefahr erheblicher Fehlinvestitionen, wenn die Kommunen nicht vernünftig und langfristig planen können“, erläutert die Landtagsabgeordnete der LINKEN.
Gemeinsam mit ihrer Kollegin Cornelia Falken, der bildungspolitischen Sprecherin der Landtagsfraktion der LINKEN und langjähriges Mitglied im Lehrer-Bezirkspersonalrat Leipzig, will sie in einer öffentlichen Veranstaltung in der Gaststätte „Zur Post“ in Colditz am Montag, den 17. August, ab 18 Uhr die Alternativen und Forderungen ihrer Partei im Bereich der Bildungspolitik vorstellen. „Gerade Colditz wäre doch eine hervorragende Möglichkeit, unsere Forderung nach kleineren Klassenstärken umzusetzen“, meint die Leipziger Politikerin der LINKEN. „Pädagogisch sinnvoll ist das allemal. Hierbei ist selbstverständlich notwendig, dass auch die Behörden flexibel agieren, anstatt das Problem auf dem Rücken der Betroffenen zu lösen.“ Ihre Partei trete für den Erhalt aller gegenwärtigen Schulstandorte ein. „Alles andere ist schon mittelfristig einfach unverantwortlich.“






