„Wir werden der CDU auf die Finger schauen“

Aug 31st, 2009 | Von dermarsl | Kategorie: Allgemein

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht die Grimmaer Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz die Ergebnisse des Wahlsonntags in ihrem Wahlkreis Muldental II. „Wir können mit den Ergebnissen für die LINKE natürlich nicht zufrieden sein“, kommentiert sie, „aber wir haben im südlichen Muldental weniger verloren als im Landesschnitt. Ich danke allen Wählerinnen und Wählern, die sich für eine Politik der sozialen Gerechtigkeit entschieden haben.“ Natürlich freue sie sich, dass die Unterstützung für sie als Person gegenüber 2004 gewachsen sei, hätte aber gerne ihre Partei im gleichen Bereich gesehen. Als „erschütternd“ bezeichnet die Linkenpolitikerin die historisch niedrige Wahlbeteiligung. „Ich glaube, dass viele Menschen nicht die Möglichkeit einer realen Veränderung gesehen haben, da mit der FDP bereits ein neuer Juniorpartner für das Weiterregieren der CDU zur Verfügung stand. Ich frage mich ernsthaft, was für Skandale und Fehlentscheidungen die CDU in Sachsen noch produzieren muss, damit im Freistaat endlich der überfällige Politikwechsel erfolgt.“
Insofern sehe sie einen „positiven Trend“, wenn die CDU im Wahlkreis das schlechteste Ergebnis verzeichnen musste, das sie dort jemals bei einer Landtagswahl erhalten hat. Deren Direktkandidat Svend-Gunnar Kirmes habe noch nicht einmal die CDU-Wähler von sich überzeugen können und sei deutlich hinter dem Ergebnis seiner Partei zurückgeblieben. „Wir als LINKE werden der CDU im Landtag natürlich weiterhin genau auf die Finger schauen“, verspricht Köditz. „Das wird besonders bei Herrn Kirmes notwendig sein. Für mich ist mehr als fraglich, ob er sich im Landtag – wie versprochen – ‚für unser Muldental’ einsetzen wird oder eher für die Interessen der Leipziger Immobilienbranche.“
Köditz freut sich zudem über das „engagierte Auftreten“ und das „mehr als respektable“ Abschneiden von Denny Trölenberg, der im nördlichen Muldental als parteiloser Kandidat für die LINKE angetreten war. „Mit ihm zeigt sich, dass wir immer stärker aktive und sozial bewusste junge Menschen für uns begeistern können“, meint sie. „Dass Denny Trölenberg am Wahlabend in unsere Partei eingetreten ist, stärkt uns auch für die Zukunft. Als positiv bewerte sie zudem, dass auch dem Grünen-Kandidaten Miro Jennerjahn aus Wurzen der Einzug in den Landtag gelungen sei. „Das ist in der Region eine weitere Stimme gegen die CDU-Ignoranz und kann für die politischen Verhältnisse nur gut sein.“


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