„Gegen Etikettenschwindel“
Jul 23rd, 2009 | Von dermarsl | Kategorie: AntifaschismusDie Landtagskandidatin Kerstin Köditz begrüßt die „deutlichen Worte“ von Ute Kniesche, Fraktionschefin der Unabhängigen Wählervereinigung (UWV) im Kreistag, zu Maximilian von Herder, der als Direktkandidat im südlichen Muldental zur Landtagswahl antritt. „Ich bin erstaunt über den dreisten Etikettenschwindel, der hier betrieben wird“, kritisiert die Grimmaer Politikerin der LINKEN. „Herr Herder bezeichnet sich als Unabhängiger und spekuliert dabei wohl auf den guten Ruf, den sich die UWV in den vergangenen Jahren in der Kreispolitik erarbeitet hat. Wenn es ihm tatsächlich um eine Interessenvertretung freier Bürger im Landtag ginge, wie er behauptet, passt das nicht mit seiner Kandidatur für die rechtsaußen angesiedelte Kandidatur zum Stadtrat von Leipzig zusammen.“ Bei der Arbeit im Landtag sei es nicht wichtig, ob jemand parteilos oder Mitglied einer Partei sei, sondern für welche Inhalte ein Abgeordneter bei Sachfragen stehe. „Auch für die LINKE treten Parteilose an, so Denny Trölenberg im nördlichen Muldental, aber sie sagen klar, für welche Inhalte sie stehen.“ Maximilan von Herder lasse deshalb zumindest die Nähe zu rechten Positionen vermuten. „Da sich die DSU, wie die Kommunalwahlen gezeigt haben, im Zerfallsprozess befindet, sieht hier jemand offenbar bessere Chancen als angeblicher Unabhängiger.“ Köditz werde sich jedenfalls genau kundig machen, ob es auf der Liste der „Freien Sachsen“ weitere Fälle von „versuchtem Etikettenschwindel“ gebe.








