Kerstin Köditz: „Folgen verfehlter Schulpolitik“

Mrz 24th, 2009 | Von | Kategorie: Allgemein

Wenig Grund zur Freude sieht die Grimmaer Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz in den vorliegenden Anmeldungszahlen für die Schulen im Muldental. „Besondere Sorge bereitet mir, dass gleich zwei Mittelschulen im Südraum des ehemaligen Muldentalkreises nicht den vorgegebenen notwendigen Zuspruch zu erhalten scheinen. Ich befürchte, dass durch einen solchen Trend nach dem Kreisteil östlich der Mulde auch der Süden abgehängt zu werden droht.“ Letztlich bekomme man jetzt die negativen Auswirkungen einer langjährig verfehlten Schulpolitik des Freistaates zu spüren, die sie im Schulnetzplanungsausschuss des Kreistages immer wieder kritisiert habe. „Wir können nur froh sein, dass es in diesem Jahr keinen Mitwirkungsentzug geben wird, da sich dies im Wahlkampf negativ für die Regierungsparteien CDU und SPD auswirken würde.“ Köditz plädiert dafür, das Schuljahr mit den vorliegenden Anmeldungen ohne Auflagen für die Schulen zu beginnen. „Schließlich ist leider damit zu rechnen, dass Abbrecher vom Gymnasium auf die Mittelschule wechseln werden. Es wäre unverantwortlich, diese dann in bereits überfüllte Klassen zu schicken.“
„Auf der einen Seite werden Schule geschlossen, damit Eltern und Schüler der betroffenen Orte massiv benachteiligt. Auch die Attraktivität der betroffenen Kommunen leidet unter dieser Maßnahme. Auf der anderen Seite platzen Schulen wie das Gymnasium Grimma aus allen Nähten.“ Sie stimme Grimmas Bürgermeister Matthias Berger ausdrücklich zu, wenn dieser die Schließung der Gymnasien in Colditz und Bad Lausick vor einigen Jahren als „unsägliche Entscheidung“ kritisiere. Letztlich lebe sich dieser „bürokratische Unsinn“ auf dem Rücken der Schüler und Eltern aus.
„Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise müssten wir doch alles daran setzen, dass im Freistaat moderne und zukunftsfähige Angebote für eine qualitativ hochwertige Bildung gemacht werden.“, kritisiert die Politikerin der LINKEN. „Wir als LINKE fordern seit Jahren ein längeres gemeinsames Lernen für alle Schüler, also eine spätere Trennung von Gymnasium und Mittelschule. Dies würde sowohl die Zahl der Abbrecher verringern als auch Schulschließungen im Freistaat auf absehbare Zeit überflüssig machen.“


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