Ordnungsamt Dresden handelt wieder einmal instinktlos
Feb 11th, 2009 | Von admin | Kategorie: AntifaschismusZum Verbot der geplanten Route der Demonstration des “No pasaran”-Bündnisses am 14. Februar in Dresden erklärt Kerstin Köditz, Sprecherin der Linksfraktion für antifaschistische Politik:
“Das Ordnungsamt Dresden hat wieder einmal seine Instinktlosigkeit unter Beweis gestellt. Es zeugt von einem zweifelhaften Demokratieverständnis die Demonstration des “No pasaran”-Bündnisses aus der Innenstadt zu verbannen. Damit wäre auch die Hans-Dankner-Straße verwehrt, die nach einem jüdischen kommunistischen Widerstandskämpfer benannt worden ist. Dankner wurde von den Nazis 1945 in Dachau umgebracht. Kein Problem hat das Ordnungsamt dagegen damit, dass die Neonazis ausgerechnet durch diese Straße marschieren. Ein solches Verfahren kommt einer Verhöhnung der Opfer gleich. Ich kann nur hoffen, dass diese Willkür vor Gericht keinen Bestand haben wird.
Diese Form von Unsinn scheint allerdings bei der Stadt Dresden Methode zu haben. Ich erinnere nur daran, dass Demonstrierende gegen “Hartz IV” dazu gezwungen wurden, Neonazis mitmarschieren zu lassen. Wenigstens hat man auf Seiten der Stadt Dresden dafür gesorgt, dass die Demonstration der Neonazis in diesem Jahr nicht mehr an der Synagoge vorbeiführt. Oberbürgermeisterin Helma Orosz hat im Vorfeld des diesjährigen Jahrestages mit ihren Äußerungen und ihrem Verhalten eine fragwürdige Rolle gespielt. Sie hätte jetzt die Gelegenheit darauf einzuwirken, dass durch den Geschichtsrevisionismus der Neonazis nicht auch noch das Gedenken an Hans Dankner geschändet wird.








